Tag des offenen Denkmals_

Das kürzlich restaurierte Jugendstilhaus der « Genussgesellschaft » in der Nagelstraße öffnet am Tag des offenen Denkmals wie viele andere Baudenkmäler in Trier und ganz Deutschland seine Pforten.

Trier ist am 11. September 2011 erstmals Gastgeber der nationalen Auftaktveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals. Für das Großereignis hat das städtische Denkmalpflegeamt zusammen mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz ein hochkarätiges Programm vorbereitet: Neben Einblicken in sonst oft verschlossene Denkmäler findet ein Benefizkonzert in der nach mehrjähriger Innenrestaurierung wieder eröffneten Liebfrauenkirche statt. Im Rahmen der Reihe « Grundton D », die seit 1990 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Deutschlandfunk zugunsten der Renovierung bedrohter Denkmäler veranstaltet wird, präsentiert das solistische Vokalensemble « Cantus Cölln » unter der Leitung von Konrad Junghänel geistliche Musik von Claudio Monteverdi. Der Erlös ist für die Restaurierung der spätmittelalterlichen Bastion in der Südallee bestimmt.

Um 11 Uhr findet in der Konstantinbasilika die zentrale Eröffnungsveranstaltung des bundesweiten Tags des offenen Denkmals statt. Anschließend öffnen 30 Häuser, Kirchen und öffentliche Gebäude ihre Türen, darunter der Frankenturm, der Turm Jerusalem und die Welschnonnenkirche.

Der Tag des offenen Denkmals rückt 2011 unter dem Motto „Romantik, Realismus, Revolution“ das 19. Jahrhundert besonders in den Blickpunkt. Diese Epoche war geprägt durch den Aufbruch in die kapitalistische Wirtschaftsgesellschaft, politische Umstürze, aber auch die Rückbesinnung auf kulturelle Überlieferungen früherer Jahrhunderte, die die Baustile des Klassizismus und Historismus prägte. Geöffnete Trierer Baudenkmäler dieser Zeit sind unter anderem die Villa Reverchon, der Weinkeller in der Gilbertstraße, das Casino am Kornmarkt und das Jugendstilgebäude der « Genussgesellschaft ». Fast überall sind Führungen geplant, an einigen Veranstaltungsorten sogar ein kleines Kulturprogramm.

Für Trier ist es nach Einschätzung von OB Klaus Jensen eine „große Ehre und Auszeichnung“, Gastgeber der Eröffnung zu sein. Der Denkmaltag lebt nach Aussage von Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani von der ehrenamtlichen Mitwirkung der Gebäudeeigentümer und der am Denkmalschutz interessierten Institutionen und Bürger. „Europaweit wird Deutschland darum beneidet, dass dieser Denkmaltag von einem so breiten  Engagement getragen wird“, betont  Professor Klaus Trouet, Vorstandsmitglied der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.  Die 1993 gestartete Veranstaltung sei „eine Erfolgsgeschichte“. 2010 wurden bundesweit rund 4,5 Millionen Besucher gezählt.

Programm pdf

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