Rettet die Betonmonster!_

SES Brutalismus universitaet_schiras_foto_© hamid_reza_bani_2017

„RUB: Brutal schön?“ und „SOS Brutalismus – Rettet die Betonmonster“, so heißen zwei Ausstellungen, die im September 2019 an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) beginnen. Beide zeigen, wie vielfältig der Architekturstil Brutalismus angewendet und umgesetzt wurde. Und das an einem Ort, der selbst ein Beispiel dafür ist: dem Universitätscampus in Bochum.

Was ist Brutalismus?
Begriff Brutalismus bezieht sich nicht auf das Wort brutal, sondern auf „béton brut“, den französischen Ausdruck für Sichtbeton. Daraus wurde nach dem zweiten Weltkrieg im Englischen „New Brutalism“ und im Deutschen Brutalismus. Der Stil hat die nordrhein-westfälischen Städte in der Nachkriegszeit stark geprägt. Merkmal sind sehr plastische Bauformen und das Offenlegen von Gebäudefunktionen und Baumaterialien.
International anerkannte Ausstellung
„SOS Brutalismus“ ist ein Ausstellungsprojekt vom Deutschen Architekturmuseum und der Wüstenrot-Stiftung und präsentiert im Musischen Zentrum der RUB das weltweite Phänomen des Brutalismus in den 1960er- und 1970er-Jahren mit zahlreichen Fotos, Modellen und Texten. Besucherinnen und Besucher können so den Stil in seinen verschiedenen Ausprägungen kennenlernen und vor Ort auch Erklärungen von studentischen Guides erhalten. Die Ausstellung läuft bis zum 24. November 2019. Öffnungszeiten sind donnerstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Das erste Mal wurde die Ausstellung 2017 im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt gezeigt und machte danach unter anderem Station in Wien und Berlin. Das Publikum kann „SOS Brutalismus“ in Bochum erstmals kostenfrei besuchen. 

Brutalismus in Bochum

Die Ausstellung „RUB: Brutal schön?“ ist ein studentisches Projekt und wurde innerhalb eines kunstgeschichtlichen Seminars im Sommersemester 2019 konzipiert. Studierende haben dafür zusammen mit Prof. Dr. Cornelia Jöchner Archivmaterial und Informationen rund um die brutalistischen Gebäude auf dem RUB-Campus aufbereitet. Zum Beispiel gibt es Einblicke in die Entwürfe, die beim ursprünglichen Architekturwettbewerb eingereicht wurden. Öffnungszeiten sind montags bis freitags 8 bis 24 Uhr, samstags 10 bis 20 Uhr und sonntags 10 bis 18 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 30. Oktober 2019; der Eintritt ist frei.
www.rub.de

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