Resonanzen – Architektur im Aufbruch zu Europa 1945-65_

Cette exposition franco-allemande met en lumière le patrimoine architectural et urbain de la région transfrontalière Sarre-Moselle créé par des architectes des deux pays lors d’une étape cruciale de la construction européenne. (texte francois voir lien http://resonanzen.eu/ausstellung/ )

Die deutsch-französische Ausstellung dokumentiert das von Architekten beider Länder in einer Schlüsselphase europäischer Entwicklungen geschaffene Kulturerbe im Grenzraum zwischen Saar und Mosel. Sie lädt dazu ein, sich intensiv mit den ästhetischen und politischen Dimensionen dieser Bauten auseinanderzusetzen, ihrem utopischen Potential nachzuspüren und diesen Architekturen gemeinsam eine neue Bedeutung zu geben.

Baukulturelle Zeugnisse werden dabei in den Kontext gesellschaftlicher und politischer Architekturen gestellt:

◊ Welche Rolle spielten diese Bauten im Aufbruch zu Europa?
◊ Wie lässt sich die Gestaltung einer gemeinsamen grenzüberschreitenden Zukunft anhand dieser Bauten und der sie begleitenden Auseinandersetzungen verstehen?
◊ Welche gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Vorstellungen prägten diesen Neubau von Lebenswelten?
◊ Und welche architektonischen Spuren wurden hinterlassen im Hinblick auf den Gedanken eines freien, offenen Europas?

Die Ausstellung verbindet klassische Ausstellungselemente mit interaktiven, multimedialen Stationen, die zu aktivem Erleben und Erforschen der umfassenden Ausstellungsinhalte einladen.

Die deutsch-französische Ausstellung richtet sich an ein breites, architektur- und kulturinteressiertes Publikum – es wendet sich insbesondere an:

◊ alle, die einen neuen Blick auf diese Architekturen werfen wollen,
◊ alle, die sich für die Rolle des Saarlandes in dieser Ära des Aufbruchs nach Europa interessieren,
◊ alle, die das aktuelle Europa kritisch betrachten und nach Möglichkeiten für einen erneuten Aufbruch suchen.

Ort der Ausstellung ist die ehemalige französische Botschaft in Saarbrücken. Der öffentlich zugängliche Garten lädt mit Bänken und Spiegeln dazu ein, neue Blicke auf das historische Ensemble zu werfen. Über die Freitreppe des Gartensaals geht es dann hinein, vorbei am Café Pingusson, einem Lese- und Workshopraum.

Der Weg in die Ausstellung führt zunächst ins Erdgeschoss des Botschaftsgebäudes. Dort erwartet Besucher*innen eine Reise in die Zeit unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Bilder und Filme informieren über das Ausmaß der Zerstörung im Saarland und rufen die städtebaulichen Visionen der französischen Planer in Erinnerung. Fensterhohe zweisprachige Banner werden ergänzt durch Filme, Zeichnungen, Modelle und Projektionen sowie zahlreiche Originaldokumente.

Die Treppe im Foyer setzt dann den Ausstellungsort selbst in Szene. Das von Georges-Henri Pingusson geschaffene Gebäude wird im zeithistorischen Kontext erläutert. Originalbilder erinnern an die im Bau vorhandene Kunst, ein Modell zeigt Bau und Garten als Ensemble, auf Monitoren sind Details und Planungsdokumente zu sehen. Darüber schwebt eine die komplette Fensterwand umfassende Grafik, die ein Motiv von Boris Kleint aufgreift.

Über ein speziell für die Ausstellung entwickeltes, auf die Architektur des hohen Innenraumes abgestimmtes Hängesystem werden die Inhalte zu den Themenschwerpunkten Wohnungs- und Kirchenbau sowie dem Sendezentrum von Radio Europe 1 präsentiert. Alle Themen werden neben deckenhohen Bannern auch durch Filme, Modelle und Originaldokumente dargestellt.

Eine Virtual Reality-Installation macht die Innenräume der Kirchen erfahrbar, Originalobjekte lassen die Arbeitswelt von Radio Europe 1 lebendig werden. Auf der Bühne verweisen Originalmöbel auf den ehemaligen Hausherrn, den französischen Militärgouverneur, Hohen Kommissar und späteren Botschafter Gilbert Grandval.

Ein großer Multitouch-Tisch lädt dazu ein, die Großregion aus architekturhistorischer Sicht neu zu erkunden, ein weiterer Multitouch-Tisch macht es möglich, im Café Pingusson die digitalisierten Ausstellungsinhalte Revue passieren zu lassen. Dort finden im Ausstellungszeitraum zahlreiche Begleitveranstaltungen statt, ein kleiner Lesesaal bietet Gelegenheit zur Vertiefung.

http://resonanzen.eu/ausstellung/

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