Neue Technik soll Fotografen vor Verfolgung schützen_

Wissenschaftler der Universität Luxemburg haben eine neue Methode entwickelt, die Fotografen helfen kann, ihre Anonymität zu wahren.

Die Idee kam Prof. Shishir Nagaraja, Professor für IT-Sicherheit am Institut für Informationstechnologie in Delhi (IIIT), nachdem Behörden Fotos von Demonstrationen nutzten, um Fotografen zu verfolgen. Daraufhin entwickelten der Sicherheitsforscher Péter Schaffer und die Expertin für bildgebende Verfahren, Djamila Aouada, vom Interdisciplinary Centre for Security, Reliability and Trust (SnT) der Universität Luxemburg in Zusammenarbeit mit Prof. Nagaraja eine Technik, die die Standortbestimmung eines Fotografen deutlich erschwert.

Diese Technik könnte in Zukunft in Kameras implementiert werden, die dann mehrere Bilder, die aus verschiedenen Blickwinkeln von der Kamera aus genommen wurden, zu einem neuen, dritten Bild verknüpfen. „So entsteht ein realistisches Bild, dessen Betrachtungswinkel den Standort des Fotografen verbirgt“, erklärt der Ungar Péter Schaffer. Das groβe Interesse an ihrer Arbeit zeige, dass die Wissenschaftler mit diesem innovativen Forschungsfeld am Schnittpunkt zwischen „Computer Vision“ – dem maschinellen Verständnis von Bildern – und Datenschutz genau richtig lägen, so Schaffer.

Ein solches Forschungsfeld sei wegen seiner Interdisziplinarität eine groβe Herausforderung, sagt die Algerierin Djamila Aouada, aber auch sehr spannend. Das Projekt der Forscher heiβt „Imaging Privacy“ und wird vom SnT finanziert.

Peter Schaffer, peter.schaffer@uni.lu, t:46 66 44 5335

Djamila Aouada, djamila.aouada@uni.lu, t:46 66 44 5744

www.uni.lu

Das SnT ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum der Universität Luxemburg, das die Grundlagen für sichere und vertrauenswürdige Informations- und Kommunikationstechnologie entwickelt. SnT betreibt Forschung und Ausbildung von Studenten in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnern aus Industrie und öffentlichem Sektor. Das Forschungszentrum setzt Impulse zur kommerziellen Verwertung seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse und hat mit seinem ‚Partnership-Program’ eine attraktive Kooperationsplattform geschaffen. Partner des SnT gestalten die Entwicklung des Forschungszentrums durch das Einbringen von Ressourcen und Know-How aktiv mit.

Pressemitteilung der Uni vom 9 August 2011

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