Mais – wohin das Auge blickt!_

Bereits 2010 lagen beim Silomais 30 % der EU-Anbauflächen in Deutschland. Damit ist Deutschland gefolgt von Frankreich Spitzenreiter im Anbau dieser Pflanze. Einerseits wird der Mais in der Massentierhaltung verfüttert. Andererseits wird er als Energiepflanze bei der Biogasproduktion eingesetzt. Da er in diesen Anlagen zu einer hohen Energieausbeute führt, sind schon viele Regionen von Maismonokulturen geprägt.

Im Ems-Weser-Einzugsgebiet gibt es zahlreiche Kreise in denen bereits 2010 auf über der Hälfte der Ackerbaufläche Mais angebaut wird. In einigen Kreisen liegt der Anteil sogar zwischen 60 und 70 %. Während viele Pflanzen bei Überdüngung der Böden einen geringeren Ertrag erbringen, verträgt der Mais hohe Stickstoffgaben. Dies führt dazu dass, die abgeernteten Flächen bereits im Herbst und nochmals im Frühjahr mit großen Mengen Gülle und Gärresten aus den Biogasanlagen „gedüngt“ werden. Da die Felder zum größten Teil bis in den

Monat Mai hinein brach liegen, entziehen in dieser Zeit keine Pflanzen den Stickstoff im Boden und es kommt dabei zu einer enormen Verlagerung von Nitraten ins Grundwasser.

Der VSR-Gewässerschutz will durch die Grundwasseruntersuchungen in diesem Jahr nachweisen, dass das Grundwasser in der Nähe von Maisfeldern stärker mit Nitraten belastet ist.

Wo Gärten von Maisfeldern umgeben sind müssen die Brunnennutzer mit wesentlich höheren Nitratkonzentrationen rechnen. Das belastete Grundwasser fließt wiederum in die nächsten Bach oder Fluss und führt somit zu einem verstärkten Algenwachstum.

Pressemitteilung des VSR-Gewässerschutz

mehr Infos;

http://www.vsr-gewaesserschutz.de/32.html

http://www.vsr-gewaesserschutz.de/resources/Rundbrief+3+2010+Seite+4+$2B+5.pdf

 

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