Iglu-Dörfer_

Mit dem ersten Schnee hat Petrus das nötige Baumaterial für die Iglu-Dörfer überall fristgerecht geliefert. Die Vorbereitungsarbeiten laufen auf Hochtouren, denn in wenigen Tagen – am 25. Dezember – eröffnen die europaweit beliebten Schneepaläste wieder ihre Pforten.

Die Iglus werden ausschließlich mit Schnee gebaut ohne hinzufügen von Wasser. Die Iglu-Ballone werden von Aussen ausreichend dick beschneit. Anschließend wird die Luft aus dem Ballon gelassen und so entsteht der Hohlraum für ein Iglu. Im Laufe der Saison nimmt die Dicke stetig zu, da es kontinuierlich schneit. Wenn die Dicke gegen Ende der Saison abnimmt, wird diese mit einer Lawinensonde überprüft.

Eine theoretische Berechnung hat diesbezüglich noch nicht stattgefunden. Die Stabilität der Iglus wurde jedoch bereits mehrfach in der Praxis getestet. Zum Beispiel können zwei Pistenrauben, mit über 8 Tonnen Gewicht, über ein Iglu-Dorf fahren. Die Iglus halten dem Gewicht stand und brechen nicht ein. Solche Experimente werden natürlich nur am Ende der Iglu-Dorf Saison durchgeführt.

Die Konstruktion selber ist der Sicherheitsfaktor. Es handelt sich um etwas ähnliches wie das Keilprinzip: Das Gewölbe trägt sich selbst. Als Beispiel:die Abschlusssteine eines römischen Torbogens sind keilförmig, zum Rundbogen aneinander gereiht ergibt sich so die gewünschte Stabilität. Der Torbogen trägt sich selbst, ohne tragende Säule in der Mitte. Beim Iglu wirkt dasselbe Prinzip.

 

Die Iglu-Dörfer auf dem Weg zur CO2-Neutralität
Der Countdown läuft. Schon in wenigen Tagen, ab dem 25. Dezember 2010, eröffnen die weltweit bekannten Iglu-Dörfer und laden wiederum zum unvergesslichen «Schlafen im Schnee» ein. Das Iglu-Dorf auf der Zugspitze eröffnet am 31. Dezember.

Und eine gute, ökologische Nachricht kommt noch hinzu: Ab der kommenden Saison ist das Naturerlebnis noch näher bei der Natur. Das erklärte Ziel von Initiator und Geschäftsführer Adrian Günter lautet nämlich: Die Iglu-Dörfer sollen in Zukunft vollständig CO2-neutral werden. Bei diesem ambitiösen Projekt werden die Iglu-Dörfer von der Energieversorgerin BKW FMB Energie AG (BKW) unterstützt. Nach Begehungen, Erfassung und Auswertung der CO2-Emmissionen wurde klar: «Im Vergleich zu einem herkömmlichen Hotel sind die Iglu-Dörfer schon sehr gut in Sachen Energieeffizienz und Stromverbrauch. Und doch verfügen sie noch über Einsparpotenzial», sagt Bruno Spring, Produktmanager Energieeffizienz Geschäftskunden bei der BKW. Die BKW unterstützt die Iglu Dorf GmbH als Energieberaterin.

Auch die kleinen Dinge zählen
Hauptenergieträger der Iglu-Dörfer ist der Strom vor Ort, fossile Brennstoffe werden wenig verwendet. Am meisten Strom wird für den Betrieb der Sauna und des Whirlpools verbraucht, die das besondere Erlebnis der romantischen Iglu-Dörfer aber erst ausmachen. «Wir sind uns dessen sehr wohl bewusst», erklärt Iglu-Dorf-Pionier Günter. Deshalb habe man sich beim Kauf der Whirlpools auch für das Produkt mit dem geringsten Energieverbrauch und dem kleinsten Wärmeverlust entschieden und zusätzlich isoliert. Beim Bau der Saunen wird ganz besonders auf eine optimale Isolation geachtet.

Von Wasser zu Wasser
Da die Klimaneutralität mit reinen Effizienzmassnahmen nicht erreicht werden kann, will die Iglu-Dorf GmbH künftig den CO2-Ausstoss durch Benutzung von Ökostrom sowie durch den Bezug von Zertifikaten der Organisation MyClimate kompensieren. Welche konkreten Projekte so unterstützt werden sollen, ist noch offen. «Uns schwebt ein Engagement im Bereich Wasserkraft vor. Da unser Produkt ursprünglich aus Wasser ist und im Frühling wieder zu Wasser wird, wäre das stimmig», präzisiert der Geschäftsführer Günter.

info@iglu-dorf.com
andorra@iglu-dorf.com
www.iglu-dorf.com

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