Der schöne Schein_

Der Pariser Louvre, die Berliner Nationalgalerie, das MoMa aus New York, die Londoner Tate Gallery, die Uffizien in Florenz – die großen Museen der Kunstwelt sind derzeit mit Meisterwerken aus ihren Beständen im Gasometer Oberhausen zu Gast. Auf der Suche nach den vielfältigen Erscheinungsformen der Schönheit zeigt die Ausstellung „Der schöne Schein“ knapp 200 ausgewählte Bilder und Skulpturen der vergangenen Epochen in großformatigen Fotografien und Abgüssen. Sie nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch Kulturen und Zeitalter der Menschheit – von der Antike bis Picasso.

Jahrhundertelang spiegelte sich die Vielfalt der Schönheit in den Bildern und Skulpturen ihrer Zeit. Schönheit kann harmonisch sein, strahlend und schlicht, elegant, verführerisch, aber auch prachtvoll oder gar erschreckend und verstörend.  Die Reproduktionen ersetzen nicht das Erlebnis der Originale. Aber sie vereinen die kostbarsten Kunstwerke an einem Ort, in einem ‚imaginären Museum‘. Die faszinierende Vielfalt der Schönheitsvorstellungen verschiedener Kulturen wird so sinnlich erfahrbar und vergleichbar. Dieses „imaginäre Museum“ umfasst Bilder, die sich im Laufe der Kulturgeschichte in unser kollektives Bildgedächtnis eingeprägt haben. Die „Nofretete“, die „Venus von Milo“, Polyklets „Speerträger“, da Vincis „Mona Lisa“, Boschs „Garten der Lüste“, Botticellis „Geburt der Venus“, Hokusais „Große Welle“, Caspar David Friedrichs „Mondaufgang am  Meer“ oder van Goghs „Sternennacht“: Sie alle sind im Rahmen von „Der schöne Schein“ gemeinsam im Gasometer Oberhausen zu sehen. Die zahlreichen detailgetreuen Vergrößerungen ermöglichen ungewohnte Einblicke in Technik und Detailreichtum der Originale.

Realität und virtuelle Räume — die Installation „320° Licht“ von urbanscreen

Die Installation „320° Licht“ der Bremer Künstlergruppe URBANSCREEN ist künstlerischer Höhepunkt der Ausstellung « Der schöne Schein ». Sie nimmt die kathedralenartige Schönheit des Gasometers zum Ausgangspunkt für ein faszinierendes Spiel mit Formen und Licht. In einem Radius von 320 Grad wachsen und verändern sich auf der 100 Meter hohen Innenwand des Gasometers grafische Muster. Der Betrachter erlebt ein Wechselspiel zwischen realem und virtuellem Raum, bei dem sich der Gasometer in seine eigenen, filigranen Strukturen aufzulösen scheint und schließlich doch immer wieder zu seiner klaren Form zurückfindet. Mit fast 20 000 Quadratmetern bespielter Fläche gehört die Installation zu den größten und technisch anspruchsvollsten Innenraumprojektionen weltweit.

Der schöne Schein ist eine Ausstellung der Gasometer Oberhausen GmbH unter der Gesamtleitung von Jeanette Schmitz.
Kuratoren sind Peter Pachnicke und Wolfgang Volz, die im Gasometer Oberhausen bereits für die Umsetzung erfolgreicher Ausstellungen wie „Das Auge des Himmels“, „Sternstunden“, „Magische Orte“ und Christos „Big Air Package“ verantwortlich waren.

URBANSCREEN wurde international bekannt durch die spektakulären Illuminationen des Opernhauses in Sydney (Australien), der Rice-University in Houston (USA) und die Light-Sound-Kompositionen auf der Kunsthalle Hamburg, dem Kunstquartier Wien und dem Bauhaus Dessau. „320° Licht“ wird mit Projektionstechnologie von Epson realisiert.

www.gasometer.de

 

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