Der Architekt – Geschichte und Gegenwart eines Berufsstandes_

Nach 35 Jahren Ausstellungstätigkeit, davon 10 Jahre in der Pinakothek der Moderne, verabschiedet sich der Gründungsdirektor des Architekturmuseums, Prof. Dr. Winfried Nerdinger, mit der Ausstellung »Der Architekt – Geschichte und Gegenwart eines Berufsstandes«.

Obwohl Bauen zu den ältesten Tätigkeiten des Menschen gehört und die Architektur als Mutter der Künste gilt, sind die Arbeit des Architekten und die historische Entwicklung des Berufsstandes nur Wenigen genauer bekannt.In einer großen Ausstellung werden jetzt die vielen Facetten des Architektenberufs erstmals umfassend dargestellt: Die Entwicklung vom Baumeister zum Künstler und vom Fürstendiener zum Organisator wird dabei ebenso thematisiert wie das unterschiedliche Verständnis von Aufgabe und Stellung des Architekten in verschiedenen Ländern, Kulturkreisen und Jahrhunderten.

Anhand von Skulpturen, Gemälden, Zeichnungen, Fotos, Modellen und Filmen entsteht ein ebenso vielfältiges wie spannendes Bild des Berufsstandes. Die Beispiele der Ausstellung reichen vom Alten Ägypten und der griechischen und römischen Antike über das Mittelalter und die Renaissance bis zur Gegenwart. Sie illustrieren und erklären nicht nur die Geschichte und Bedeutung des Berufs, sondern auch das Verhältnis des Architekten zum Bauherrn, die Umsetzung von Ideen, die bildliche Selbstdarstellung sowie die Beziehung des Architekten zu Musik, Theater und Film. Hinzu kommen Themen wie die Darstellung des Baumeisters in Sagen und Mythen, der Architekt als Theoretiker oder »Global Player«, die Werkzeuge zur Materialisierung von Ideen sowie Ausblicke zur Zukunft des Architekten. Die Ausstellung wird von einer umfangreichen und reich bebilderten zweibändigen Publikation mit 45 Beiträgen von renommierten Wissenschaftlern begleitet (Prestel Verlag, 2 Bände mit insgesamt 816 Seiten und 650 Abbildungen, im Museumsshop für 76 €, im Buchhandel für 98 € erhältlich.)

 

10 Jahre Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne

 

Am 16. September 2002 eröffnete das Architekturmuseum der TU München mit der Ausstellung „Exemplarisch“ seine eigenen Räume in der Pinakothek der Moderne. Es folgten seither in dichter Folge 42 meist eigene Ausstellungen zu historischen und aktuellen Themen, die von beachteten und fundierten Publikationen begleitet wurden. Als Hochschulinstitution verfolgte das Architekturmuseum stets das Ziel, zum einen alle Themen wissenschaftlich gründlich zu erforschen und zum anderen sowohl Fachpublikum als auch den interessierten Laien zu erreichen. Als Leitmotiv bestimmte diese Intention in den vergangenen 10 Jahren die Auswahl der Themen und ihre spezifische Präsentation in den Räumen der Pinakothek der Moderne. Es gehört zu einem Glücksfall in der deutschen Museumslandschaft, dass sich die Attraktivität und das Potenzial des international beachteten Architekturmuseums im Zusammenwirken mit den Sammlungen für Moderne Kunst, Design und Graphik in der Pinakothek der Moderne mit einer großen öffentlichen Breitenwirkung entfalten konnte. Eine Übersicht über die gesamten Ausstellungen des Architekturmuseums seit 1977 bietet die dreibändige Reihe »Architektur ausstellen«, deren letzter Band im September erscheinen wird.

Publikation zur Ausstellung:

Winfried Nerdinger (Hg.)
Prestel Verlag
2 Bde. mit insgesamt 816 Seiten und 650 Abbildungen
ISBN 978-3-7913-5276-3 (Museumsausgabe) | 76,00 €
ISBN 978-3-7913-6455-1 (Buchhandelsausgabe) | 98,00 €

archmus@lrz.tum.de
www.architekturmuseum.deAusstellungsräume:Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 München Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag 10.00 bis 20.00 Uhr
Eintrittspreise: 
10 Euro | ermäßigt 7 Euro | Sonntagseintritt 1 Euro
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