Curjel & Moser in Karlsruhe_

Robert Curjel & Karl Moser: Erster Entwurf für eine Ausstellungshalle am Karlsruher Festplatz 1905, nicht realisiert. Stadtarchiv Karlsruhe.

Mit nahezu sechs­hun­­dert Objekten zeichnet die Ausstel­­lung “Robert Curjel & Karl Moser. Ein Karlsruher Archi­tek­tur­büro auf dem Weg in die Moderne” das bislang vollstän­digste Bild von der vielfäl­ti­gen Tätigkeit des Archi­tek­ten­­duos, das zu den produk­tivs­ten und ideen­reichs­­ten seiner Zeit gehörte und vor dem Ersten Weltkrieg den Ruf von Karlsruhe als einem Zentrum neuer Tendenzen im Bauen weithin verbrei­tete. Der Bogen spannt sich dabei von der Gründung des Büros im Jahr 1888 bis über das Jahr 1915 hinaus, als die beiden Geschäfts­part­ner getrennte Wege gingen und Karl Moser alleine seine Tätigkeit in Zürich fortsetzte, wo er als einfluss­rei­cher Lehrer zur Schlüs­sel­fi­gur für die Archi­tek­tur des Neuen Bauens in der Schweiz wurde – noch zu Lebzeiten anerkannt als “Vater der Moderne”.

Das Marken­­zei­chen des Büros war die Abkehr vom Histo­ris­mus und eine außer­ge­wöhn­li­che Offenheit für aktuelle inter­na­tio­nale Archi­tek­tur­strö­mun­gen, die ebenso innovativ wie quali­tätvoll in eine eigene Formen­­spra­che umgesetzt wurden. Hinzu kam die konse­quente Zusam­­men­ar­­beit mit Künstlern, die sich im gemein­sa­­men Bauprojekt behaupten und zugleich einordnen mussten. Der “Synthese der Künste” am Bau wird deshalb auch in der Ausstel­­lung besonderer Raum gewährt. Originale Werke von Ferdinand Hodler, Max Laeuger, Oskar Kiefer, Carl Burckhardt, Le Corbusier und anderen lassen die Idee vom Gesam­t­­kunst­­­werk lebendig werden. Die Arbeit der Archi­tek­ten Robert Curjel und Karl Moser selbst wird durch eine Vielzahl von Medien dokumen­tiert: Skizzen- und Tagebücher, Schau­­bil­­der von Bauten und Räumen, detail­rei­che Pläne, histo­ri­­sche Fotos, originale Bauteile und Möbel – vom Jugend­­­stil­­git­ter bis hin zum Freischwin­­ger­­ses­­sel der zwanziger Jahre. So vermittelt die Ausstel­­lung auch das Lebens­ge­fühl einer Epoche, in der Künstler fieberhaft und experi­­men­tell nach Wohn- und Lebens­­mo­­del­len für eine neue und freiere Zeit suchten und hierfür bewusst die Grenzen zwischen Archi­tek­tur, Malerei und Bildhau­e­rei überschrit­ten.

In Zusam­­men­ar­­beit mit dem saai | Südwest­­deut­­sches Archiv für Archi­tek­tur und Ingenieur­­bau am KIT sowie dem Institut für Geschichte und Theorie der Archi­tek­tur gta an der ETH Zürich.

Am Puls der Zeit!

Ein Abend mit Archi­tek­tur, Kunst und Genuss

Mit einem guten Glas Wein und einem kleinen, aber feinen Gourmet­tel­­ler mit erlesenen Canapés stimmen wir Sie an diesem Abend auf die nachfol­­gende Exklu­siv­füh­rung mit Thomas Angelou M.A. durch die Ausstel­­lung “Robert Curjel & Karl Moser. Ein Karlsruher Archi­tek­tur­büro auf dem Weg in die Moderne” ein. Erleben Sie die badische Hauptstadt als bedeu­ten­­des Kultur­­zen­trum um 1900, und entdecken Sie, wie durch die von Curjel & Moser reali­­sier­ten Gebäude das Lebens­ge­fühl einer Epoche zwischen Gründer­zeit, Lebens­re­­form und einer neuen Sachlich­keit zum Ausdruck gebracht wird.

Mindest­­teil­­neh­­mer­­zahl 10 Personen, max. 25 Personen
Teilnah­­me­­ge­bühr 19 € (incl. Eintritt, Führung, 1 Glas Wein und Gourmet­tel­­ler )
Termin: Mitwoch 15. Juni 2011
Beginn jeweils 19.00 Uhr

Anmeldung erfor­­der­­lich unter Telefon (0049-721) 133-4411

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