Bekanntes. Verborgenes. Vergessenes._

Das Projekt zum Bauhausjubiläum beleuchtet die Zukunftsfähigkeit der Bauhausgedanken aus Sicht der niedersächsischen Architektenschaft.

Das Projekt zum 100-jährigen Jubiläum der Bauhaus-Gründung möchte die Zukunftsfähigkeit der Bauhausgedanken unter Beweis stellen. Im Vordergrund stehen weniger nachweisliche Bauhaus-Bezüge einzelner Architekten als die Frage, wie die vom Bauhaus ausgehenden Ideen von nachfolgenden Architektengenerationen aufgenommen und rezipiert wurden und welchen Belang sie für den Berufsstand heute haben. Mit Blick auf die rund 10.000 Mitglieder der Architektenkammer Niedersachsen eröffnet das Projekt die Möglichkeit, Historizität und Relevanz des Bauhauses aus der Architektenschaft heraus öffentlichkeitswirksam zu reflektieren.

Ziel des Projekts ist die Schärfung des öffentlichen Bewusstseins dafür, dass das Bauhaus für eine Haltung steht, welche die Grenzen zwischen Handwerk, Technik, Kunst und Industrie überwindet und die architektonische Form und Funktion einander näher bringt. Langfristig Bestand haben angemessene Planungen, die flexibel auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren. Damit können die vom Bauhaus ausgehenden Ideen durchaus als Indikator für zukunftsfähiges Planen und Bauen herangezogen werden und damit die hundertjährige Bauhaus-Geschichte weitertragen.

19 Objekte niedersachsenweit

Die Ausstellung zeigt exemplarisch 19 architektonische Zeugnisse der letzten hundert Jahre in Niedersachsen, die ohne das Bauhaus nicht denkbar gewesen wären und heute als selbstverständlicher Teil unseres baulichen Erbes gelten. Präsentiert werden weniger bekannte oder in Vergessenheit geratene Bauten ebenso wie Architektur-Ikonen – vom 1911 errichteten Fagus-Werk Walter Gropius‘ in Alfeld bis zum 1954 errichteten Gewerkschaftshaus von Friedrich Lindau in Hannover. Einen bekannten Anknüpfungspunkt in Niedersachsen bilden die Architekten der Braunschweiger Schule: Die Wirkung der in der Nachkriegszeit an der Braunschweiger TU lehrenden Professoren Friedrich Wilhelm Kraemer, Dieter Oesterlen und Walter Henn reicht bis in heutige Tage.

19 ganz persönliche fragen: was hat das bauhaus seit 1919 mit uns gemacht?

Die rund 10.000 Mitglieder der Architektenkammer Niedersachsen sind in das Ausstellungsprojekt einbezogen. In einer 2018 durchgeführten Mitgliederbefragung waren alle Kammermitglieder aufgerufen, über 19 Fragen persönliche Bezüge und Verbindungen und damit vielleicht bislang unbeachtete Zusammenhänge zum Bauhaus und dessen Nachfahren zu reflektieren. Neben der älteren wurde so auch die jüngere Architektengeneration angesprochen, ihre Haltung und architektonischen Bezüge zu den Ideen des Bauhauses offenzulegen.
Laveshaus, Sitz der Architektenkammer Niedersachsen und der Lavesstiftung
Friedrichswall 5
30159 Hannover, Deutschland
https://www.aknds.de
https://www.bauhaus100.de/programm/veranstaltungsdetails/1753/

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