Aufbruch zur Energiewende_

Er soll Europas größter kommerzieller Batteriespeicher sein – und naturbedingte Schwankungen von Wind- und Sonnenenergie ausgleichen können. Das mecklenburgische Energieunternehmen Wemag hat nun mitgeteilt, dass sein Großspeicher in Schwerin am Netz ist. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) legte den symbolischen Hebel um, wie eine Unternehmenssprecherin bestätigte.
Laut Wemag hat der Mega-Speicher eine Kapazität von fünf Megawattstunden und besteht aus 25.600 langlebigen Lithium-Ionen-Zellen. Diese sind in einem turnhallengroßen Gebäude neben einem Umspannwerk in Schwerin untergebracht.
Die Akkus können in Sekundenbruchteilen ihre Leistung abgeben und haben damit dasselbe Ausgleichspotenzial wie eine konventionelle 50-Megawatt-Turbine. Sobald die Frequenz im angeschlossenen Stromnetz unter einen bestimmten Wert unterhalb der Netzfrequenz von 50 Hertz fällt, speist der Batteriespeicher automatisch Strom ins Netz. Ab einem gewissen Wert oberhalb von 50 Hertz werden die Akkus wieder aufgeladen.
Gabriel: Haben noch « noch ausreichend Zeit »
« Die Energieversorgung in Deutschland hat sich geändert. Mit der zunehmenden Einspeisung von witterungsabhängigem Ökostrom aus dezentralen Solar- und Windparks wird der Regelungsbedarf im Netz höher », erklärte Wemag-Vorstand Thomas Pätzold. Mit diesem kraftwerksunabhängigen Speicher sei man Vorreiter.
Der Bau des rund 6 Millionen Euro teuren Großspeichers wurde vom Bund mit 1,3 Millionen Euro gefördert. Die Wemag hofft, mit dem Batteriespeicher auf dem sogenannten Regelenergiemarkt Geld zu verdienen – auf diesem werden Stabilisierungsleistungen an Stromnetzbetreiber verkauft. Die Wemag befindet sich seit Januar 2010 im Mehrheitsbesitz der Kommunen ihres Vorsorgungsgebietes in der Region um Schwerin.

Quelle: n-tv.de, kst/AFP

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