Architektur und Holz als Gewand_

 
Pandschara (auch Pandshara geschrieben) ist die Bezeichnung für Gitter aus Holz oder Metall, die im sowjetischen Raum zum Schutz vor Sonne und Wind zum Einsatz kamen. Die aufwendig gestalteten, ornamentalen Dekorationen wurden als großflächige Vorsatzschale vor Außenwände, Fenster und Türen gesetzt, um das einfallende Sonnenlicht zu filtern bzw. zu brechen. Insbesondere in der usbekischen Hauptstadt Taschkent kann man noch heute mit Pandscharas verzierte, monumentale Gebäude wie der Palast der Völkerfreundschaft, das Navoi-Theater oder das Hotel Uzbekistan bewundern.
 
Informationen
Holz als Baustoff erlebt unter dem Gebot der Nachhaltigkeit und der immer weiter entwickelten Produktionsmöglichkeiten eine Renaissance. Holz kommt dem Wunsch nach Authentizität und Natürlichkeit entgegen; durch die fast freie Verformbarkeit und materialtechnologische Weiterentwicklung ist es auch ein Baustoff mit einem hohen Mass an Künstlichkeit geworden. Durch die Digitalisierung der Prozesse in der Planung sowie in der Fertigung gewinnt das Material – durch die Ausweitung der architektonischen Ausdrucksmöglichkeiten – auch für komplexe Bauten im urbanen Kontext zunehmend an Bedeutung.

Referent(en)
« Design for assembly » – Referat von Fabian Scheurer
In der Architektur und speziell im Holzbau eröffnen sich durch digitale Planungs- und Produktionsverfahren völlig neue Möglichkeiten.
« Natur-Konstruktion » – Referat von Markus Schietsch
Das Elefantenhaus wird von einer grossen, frei geformten Dachschale aus Holz überspannt.

Zwei Fachreferate in Zusammenarbeit mit dem Forum Architektur Winterthur im Rahmen der Ausstellung « wood loop – auf biegen und brechen » im Gewerbemuseum Winterthur.

Kosten
Referate: Eintritt frei
Ausstellung: CHF 8.-/5.-
Webseite www.gewerbemuseum.ch

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