Architektur, Europäische Urbanisierung und Globalisierung: Wie kann sich Architektur im 21. Jahrhundert behaupten?_

Die zunehmende Urbanisierung des Europäischen Raums sowie die Auswirkungen der Globalisierung  haben Rolle und Bedeutung der Architektur in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Blogs und Online-Netzwerke machen architektonische Arbeiten schnell zugänglich und beeinflussen die visuelle Reproduktion der Baukunst. Die Disziplin ist endgültig zu einem Teil der Kulturindustrie geworden.

Welchen Herausforderungen muss sich die Architektur angesichts dieser Entwicklungen stellen? Das ist das Thema der dreitägigen internationalen „Conference on Architecture, European Urbanisation and Globalisation“ vom 2. bis 4. Februar 2012 in Luxemburg.

Die Entstehung neuer Regionen und das Wachstum der Städte ermöglichen eine neue Art der Architektur, die sich der traditionellen Stadtplanung und -gestaltung entgegenstellt. Ein neues Leitbild der europäischen Stadt ist im Kommen, das mit den Traditionen und Kulturen der Baukunst nicht immer in Einklang gebracht werden kann. Die Dominanz der Märkte, obligatorische europäische Wettbewerbe, die Privatisierung des Wohnungsmarktes und gegensätzliche Entwicklungen in der Politik verhärten den wirtschaftlichen Wettbewerb. Welche Chancen birgt der globale Markt und über welche neuen Arbeitsmittel müssen Architekten heute verfügen, um in einer globalisierten Welt bestehen zu können?

Auf der Konferenz, die von der Universität Luxemburg in Zusammenarbeit mit der „Fondation de l’Architecture et de l’Ingénierie“ veranstaltet wird, werden führende europäische und amerikanische Architekten, Schriftsteller, Kuratoren und Wissenschaftler zu diesen aktuellen Themen Stellung nehmen und  Vorträge halten. Verantwortlich für die Moderation ist Prof. Bart Lootsma, Professor an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und Gastprofessor an der Universität Luxemburg.

Die Konferenz bildet die Auftaktveranstaltung für den neuen Studiengang „Master in Architecture“, der im September 2013 an der Fakultät für Literatur, Geisteswissenschaften, Kunst und Erziehungswissenschaften der Universität Luxemburg starten wird. Schwerpunkte dieses Masters sind Städtebau, europäische Urbanisierung, Globalisierung und architektonische Forschung.

Die Konferenz findet am 2. Februar 2012 an der Universität Luxemburg auf Campus Walferdange und am 3. und 4. Februar in den Räumlichkeiten der „Fondation de l’Architecture et de l’Ingénierie“ statt. Die Konferenz ist offen für Studenten, Akademiker und Fachleute sowie für das interessierte breite Publikum. Alle Vorträge werden auf Englisch gehalten. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung per Mail wird gebeten: march@uni.lu. Weitere Informationen auf http://architecture.uni.lu

Programm pdf

Facebooktwittergoogle_pluspinterestmailby feather