Lehrstuhl für nachhaltiges Bauen_

Die ArcelorMittal-Stiftung stellt der Universität Luxemburg über eine Laufzeit von fünf Jahren insgesamt 750 000 Euro für den „ArcelorMittal-Lehrstuhl in Fassaden-Engineering“ für stahlintensives Bauen zur Verfügung. Die Aktivitäten der Stiftung konzentrieren sich auf die Bereiche Bildung, Gesundheit, Sicherheit und sozialer Unterstützung in Ländern, in denen ArcelorMittal vertreten ist. Sie decken sich mit den Kernwerten des Konzerns: Nachhaltigkeit, Qualität und Führungsstärke.

Das Abkommen mit der Universität wurde am Unternehmenssitz von ArcelorMittal in Luxemburg besiegelt. Für das Unternehmen unterzeichneten Vorstandsmitglied Michel Wurth und Forschungschef Gregory Ludkovsky, für die Universität der Aufsichtsratsvorsitzende Raymond Kirsch und Rektor Rolf Tarrach.

„Forschung und Entwicklung stellen für ArcelorMittal Kernaktivitäten dar. Damit können wir die Wettbewerbsposition des Produkts Stahl sichern und verbessern. Das kommt nicht nur dem Unternehmen und der gesamten Stahlindustrie zugute, sondern auch unseren Kunden und der Umwelt. Wir sind froh, einen wissenschaftlichen Partner wie die Universität Luxemburg gefunden zu haben, um uns gemeinsam auf die Forschungsarbeit im Bereich des stahlintensiven Bauens zu konzentrieren. So leisten wir einen Beitrag zur Senkung des Energieverbrauchs und treiben gleichzeitig unser Ziel voran, nachhaltige Stahllösungen zu liefern“, so Michel Wurth. „Durch die Bündelung unseres Know-hows bei der Stahlerzeugung einerseits und des Forschungspotenzials der Universität andererseits können wir Luxemburg dabei unterstützen, innerhalb der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts eine führende Stellung einzunehmen.“

Moderne Fassaden in technologisch hoch aufgerüsteten Gebäuden machen bis zu ein Drittel der Baukosten aus. Denn sie integrieren Gebäudetechnik, Belüftung und Klimatisierung und spielen für den Energieverbrauch des Gebäudes eine wichtige Rolle. Hightech-Fassadensysteme senken den Gebäudeenergieverbrauch.

Um eine Senkung des Energieverbrauchs zu erzielen, müssen sich Rohbau, Gebäudetechnik und Fassade gegenseitig ergänzen. Hierzu wollen die Forscher der Universität Luxemburg ihren Beitrag leisten.

Der „ArcelorMittal-Lehrstuhl in Fassaden-Engineering“ wird namentlich an Prof. Dr. Christoph Odenbreit verliehen. Der Professor für Bauingenieurwesen leitet ein Labor für Stahl und Stahlverbundbau an der Fakultät für Naturwissenschaften, Technologie und Kommunikation der Universität Luxemburg. Mit den Stiftungsgeldern der ArcelorMittal-Stiftung sollen ein Senior Researcher sowie Doktoranden finanziert werden. Das Team wird die Forschungsaktivitäten in enger Zusammenarbeit mit ArcelorMittals internationalem Wissenschaftsnetzwerk im Stahlbau durchführen.

„Dieser Lehrstuhl ist der erste Schritt zu einer dauerhaften Kooperation zwischen dem größten Luxemburger Arbeitgeber und unserer jungen Forschungsuniversität“, unterstrich Prof. Rolf Tarrach. Die Universität sei sehr daran interessiert, Synergien zu nutzen und in Zukunft noch intensiver mit ArcelorMittal zusammenzuarbeiten. „Innovationen im Bereich der Ressourcen- und Energieeffizienz zu fördern, zählt weltweit zu den größten Herausforderungen. Wir sollten sie gemeinsam annehmen“, so Tarrach.

Die 2003 gegründete, internationale Forschungsuniversität Luxemburg besitzt damit nun bereits fünf Stiftungslehrstühle.

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