Anything goes_

« Es war in den Epochen höchster Architekturentwicklung und Formvollendung das Material, das dazu führte. Selbstverständlich haben alle Seiten und Länder das Material gewählt und angewendet, das sie vorfanden und sich am besten eignete. » Bruno Taut

Die neue Lust am Material in der Architektur

Gestalt und Konstruktion eines Bauwerks werden bestimmt durch das Material. Noch nie in der Geschichte der Baukunst hat es eine solche Fülle von Werkstoffen gegeben: ultraleichte Baustoffe, Betone, die lichtdurchlässig sind, textilbewehrte Materialien, Membrane als schützende Außenwände, Stoffe, die selbsttätig auf Umwelteinflüsse reagieren…
Zudem eröffnen computergestützte  Planungs- und Produktionsverfahren auch bei altbewährten Materialien wie Glas, Holz, Metall ungeahnte Perspektiven.  All das bietet neue Möglichkeiten der Konstruktion, der Formfindung und der ästhetischen Qualität von Gebäuden: Ein neuer konstruktiver Horizont, verbunden mit einer neuen Lust am Material tut sich auf!
Und es geht um noch mehr: Noch nie standen Fragen der Nachhaltigkeit, des gesamten ökologischen Fußabdruck eines Werkstoffes – von der Herstellung bis zu seiner Wiederverwertung so im Focus der Betrachtung, sowohl bei der Entwicklung von neuen Baustoffen, als auch bei deren Einsatz im Bauwerk.
Die Ausstellung zeigt an 30 internationalen Beispielen den Einsatz neuester Materialien. Eine Vielzahl von Materialproben macht die Innovationen nachvollziehbar. Vielleicht ist es erstmals in der Architekturgeschichte möglich, dass Baukörper, tragendes Skelett und Oberfläche keiner Einschränkung mehr durch das Material unterliegen – Anything goes!?!

Themen u.a.:

Entwurf: Smart Material House, IBA Hamburg (Barkow Leibinger, Berlin)

Fassade: Institut für Textiltechnik, RWTH Aachen (Carpus + Partner, Aachen)

Fotokatalytisches Modulsystem: Prosolve 370 (Allison Dring+ Daniel Schwaag, Elegant Embellishment, Berlin)

Prototyp: Homeostatic Facade System (Decker Yeadon, New York)

Bioreaktorenfassade: Das Algenhaus, IBA Hamburg (Splitterwerk, Graz)

Wachsender Steg im Lehr- und Forschungspark Seseke, Kamen (Bureau Baubotanik, Stuttgart)

Max Aicher Arena, Inzell (Behnisch Architekten, München / Pohl Architekten Stadtplaner, Jena)

Carbonringseildach (FG Entwerfen und Konstruieren – Massivbau, TU Berlin)

ICD ITKE Forschungspavillon 2012, Stuttgart (Institut für Computerbasiertes Entwerfen ICD und Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen ITKE der Universität Stuttgart)

Zielgruppen: alle Interessierten
Eintrittspreise: kostenfrei
Öffnungzeiten: Montag bis Freitag von 8.30 – 17.30 Uhr
Veranstalter: M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW, Gelsenkirchen
 
CARPUS+PARTNER AG, Forckenbeckstr. 61, Aachen
19. Januar bis 21. Februar 2014
mo – fr: 8.30 – 17.30 Uhr
Eintritt frei!
http://www.mai-nrw.de/Ausstellung-Anything-goes.413.0.html
 
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