7. Deutscher RecyclingDesignpreis_

Preisverleihung und Ausstellung im Marta Herford vom 6.September bis 1. November

Gewinner des 7. Deutschen RecyclingDesignpreises 2015 sind Emmy Galle und Bruno Winter (tubadesign). Die Jury zeichnete das Münchner Designerteam für das Projekt „Den Löffel abgeben – Alltagsbesteck“ aus, mit dem ausgedientes Ess-Besteck mit einem Emaille-Überzug für den weiteren Gebrauch upgecycelt wird.

Am Wettbewerb beteiligten sich über 500 Designer/innen. Bewerbungen kamen aus 17 Ländern, darunter rund ein Fünftel aus dem internationalen Ausland (unter anderem Argentinien, Belgien, Frankreich, Österreich, Italien, Niederlande, Schweiz). Die Ausstellung des 7. Deutschen RecyclingDesignpreises 2015 im Marta Herford präsentiert vom 6.September bis 1.November 37 Entwicklungen. Präsentationen unter anderem im „Museum der Dinge“ Berlin und an weiteren Orten folgen.

Mit dem 2. Platz würdigten die Juror/innen „blade made furniture“ des Holländers Césare Peeren (Superuse Studios, Rotterdam). Der Designer entwickelt aus ausgedienten Rotorblättern von Windkraftanlagen skulpturale Objekte für den Einsatz in der Stadtarchitektur- und Gestaltung.

Dritte Preisträgerin ist die Italienerin Camilla Carrara (Mailand/Berlin) für Iihr Projekt „zerobarracento“, mit dem sie Textilien und Kleidung aus den Reststoffen der (Baum-)Wolleproduktion der norditalienischen Region Biella entwickelt.

Der Deutsche RecyclingDesignpreis wird ausgelobt und organisiert vom Arbeitskreis Recycling e.V. (Herford).

In diesem Jahr unterstützt von der Sparkasse Herford beträgt das Preisgeld in diesem Jahr ingesamt 4.000.– Euro (1.Preis 2.500 Euro, 2. Preis 1.000 Euro, 3. Preis 500 Euro).

1. Preis: Den Löffel abgeben – Alltagsbesteck
Von Bruno Winter & Emmy Galle (tubadesign.com) aus München stammt die Idee, ausrangiertes Besteck aus Edelstahl oder Silber vollständig mit Emaille zu beschichten, dadurch zu vereinheitlichen und aufzuwerten. Nach der Glasur, die in handwerklicher Technik gebrannt wird, entsteht eine dauerhafte und glatte, lebensmittelechte und spülmaschinenfeste Beschichtung. Messer, Gabel und Löffel können schon in geringen Stückzahlen in Schwarz oder Weiß und nach Bedarf mit eingebranntem Farblogo hergestellt werden.

2. Preis: blade made future
Der Niederländer Césare Peeren (Superuse Studios) aus Rotterdam schlägt vor, ausgediente Rotorblätter von Windrädern als skulpturale Objekte im öffentlichen Raum nutzbar zu machen – beispielsweise als Sitzgelegenheit.

3. Preis: zerobarracento
Die Italienerin Camilla Carrara (Mailand/Berlin) entwickelte eine Methode, Überreste der Wollproduktion in der italienischen Region Biella ohne Qualitätsverlust und ohne weitere Zusätze zu neuen Textilien zu verarbeiten. So lässt sich nicht nur Abfall vermeiden, sondern auch der Profit der dort ansässigen Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein wenig erhöhen.
Die Ausstellung zeigt mehr als 30 Exponate von Designern, die am Wettbewerb teilgenommen haben, sowie 16 ausgewählte Arbeiten, die in der Sonderkategorie Schüler, Auszubildende und Werkstätten eingereicht und ausgezeichnet wurden (siehe Abb. 8 bis 12). Das Museum Marta in Herford ist Di bis So von 11 bis 18 Uhr geöffnet (weitere Informationen siehe Surftipps).

http://www.recyclingdesignpreis.org/7-recyclingdesignpreis/

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