„MINIMAL WINDOWS®“ & „GLASSHOUSE®“_

Die Keller AG ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Troisvierges, das sich auf die Herstellung von individuell konzipierten, hochwertigen Wohnwintergärten und Hightech-Lösungen im Bereich der zeitgenössischen Architektur spezialisiert hat.

MINIMAL WINDOWS®“ & „GLASSHOUSE®

Zu Beginn des Jahres 2009 ist die Keller AG auf der größten Baufachmesse der Welt mit einem ganz neuen Konzept an die Öffentlichkeit herangetreten. „minimal windows®“ und „Glasshouse®“ wurden mit dem „Innovationspreis für Architektur und Bauwesen“ ausgezeichnet. Desweiteren erhielt das Unternehmen beim diesjährigen Innovationspreis der luxemburgischen Handwerkskammer einen Ehrenpreis.

„minimal windows®“, das sind große, fast rahmenlose Festglas und Schiebesysteme. Es entstehen bis zu vier Meter hohe, großflächige Fenster- und Schiebetüren, die oft lästige Pfosten und Profile überflüssig machen. Moderne, offene Wohnkonzepte mit großzügigen Fensterfronten entstehen. Was ästhetisch schön anzuschauen ist, stellt jedoch hohe Anforderungen an sämtliche Materialien.

Das Konzept „minimal windows®“ hat auch im Wohnwintergartenbau Einzug gehalten. Diese neue Generation der Seitenelemente prägt durch ihre Form, Größe und Materialwahl wesentlich den Stil eines Hauses und liegt voll im Trend der zeitgenössischen Architektur. Diese Eigenentwicklung trägt den wohlklingenden und vielsagenden Namen „Glasshouse®“.

TECHNIK

„minimal windows®“ ist ein ganzheitliches Konzept, das sich auf ausgefeilte Laufschienen- und Schließtechnik stützt. Die Komponenten „Laufwagen“ und “Verschluss-Systeme” stellen eine absolute Innovation dar. Das neuartige “minimal windows®”- System erlaubt geringe Bautiefe bei höchster Stabilität. Die Blendrahmenbreite beträgt lediglich 38 mm. Der Blendrahmen kann ganz in das Mauerwerk integriert werden. Dies sorgt für völlig rahmenlose Transparenz. Die Ansichtsbreite der Zwischenprofile beträgt gerade mal 20 mm.

1. Filigranste Profile geben den Blick frei

Transparente Flächen sind integraler Bestandteil eines jeden Bauobjektes. Sie sind auch wesentlicher Teil des Erscheinungsbildes des Alt- oder Neubaus. Durch ein hohes Maß an Flexibilität brauchen kaum gestalterische Kompromisse eingegangen zu werden.

Das System ist dank der filigranen und modularen Konzeption gleichermaßen einsetzbar bei Neu- oder Umgestaltungen, bei großen oder kleinen Weiten, im Fassaden- oder Innenbereich. Es kann selbst eine Vielzahl von größten Schiebeelementen (bis zu 8,5m²) eingesetzt werden, die entweder auf einander abgestimmt sind oder lautlos in eine Zwischenwand verschwinden. Selbst als geschlossene Einheit ist der Blick aus dem Licht durchfluteten Raum hinaus in die Natur frei.

Durch die modulare Konstruktion sind nahezu unbegrenzte Kombinationen von schiebenden und festen Flügelelementen möglich. Nicht nur lineare Anordnungen, auch polygonale Konstruktionen (90°- bis 180°-Ecken geschlossen oder öffnend) sind realisierbar.

2. Edelstahl-Rundschiene – Auf leisen Sohlen ins Freie

Die integrierte Laufschiene des “minimal windows®”-Systems ermöglicht ein bequemes, leichtgängiges und geräuschloses Öffnen und Schließen der transparenten Flächen.

Die Laufschiene ist eine in ein Aluminium-Strangpressprofil eingebettete hochpräzise Edelstahl-Rundschiene, wie sie auch bei Linearführungen im Maschinenbau Anwendung findet. Als thermische Trennung zum Rahmenprofil dienen Polyamid-Trennprofile. Die Fixierung im unteren Rahmenbereich erfolgt über ein Klippsystem.

3. Laufwagen

Das im Randverbund der Isolierglasscheibe integrierte Laufwagensystem besteht aus Polyamid-Spritzgussteilen (Einsatz-Kassette und Lagergehäuse), Edelstahl-Kugellagern und Naben. Die seitlichen Hohlräume der Einsatz-Kassette weisen exakt die Hohlraumgeometrie der Thermix®-Randverbundprofile auf, so dass deren Verbindung mit Stumpf- oder Eckverbindern passgenau erfolgen kann.

Die schwarze Farbe und die Oberflächenstruktur der dem Scheibenzwischenraum zugewandten Seite der Einsatz-Kassette sind den Eigenschaften des Thermix®-Randverbundes nachempfunden. Damit wird die Einsatz-Kassette nahezu unsichtbar!

In der Summe wird auf absolut kleinst möglichem Einbauraum eine bewegliche Struktur zwischen einer Isolierglasscheibe und einer Laufschiene geschaffen. Pro Laufwagen sind 2 Stück Kugellager montiert. Bei einem Einsatz von 2 Laufwagen pro Schiebeflügel ist ein maximales Flügelgewicht von 225 kg zulässig. Durch den Einsatz von mehr als zwei Rollenblöcken sind entsprechend höhere Flügelgewichte möglich.

4. Verschluss-Systeme

 

Zweipunkt-Stangenverriegelung

Die in einem schließseitigen thermisch getrennten Griffprofil oder auf der Gegenschließseite in einem Hohlkammer-Verhakungsprofil befindliche Stangenverriegelung wird über einen Handhebel betätigt, der in 3 Standard-Ausführungen (C0(EV1) / C35 / V2A) erhältlich ist.

Der in Verschlußposition unten befindliche Handhebel wird zum Öffnen um 180° nach oben gedreht. Die Drehbewegung wird durch ein eigens entwickeltes Kammergetriebe in eine vertikale Linearbewegung zweier Riegelstangen bidirektional umgesetzt.

Die Riegelstangen verriegeln den Schiebeflügel oben und unten über im/am Blendrahmen befestigte Riegelhülsen. Optional sind 3-Loch Riegelhülsen erhältlich. Verriegelte Spaltluftpositionierungen von 20 oder 40 mm des Schiebeflügels sind somit möglich.

Vierpunkt-Stangenverriegelung

Bei alternierenden Stulpflügeln mit Gegenlaufverhakung ist die Stangenverriegelung um eine oben und unten angebrachte Querverriegelung erweiterbar.

Bei Betätigung dieser Vierpunkt-Stangenverriegelung auf einem innen laufenden Schiebeflügel wird die vertikale Linearbewegung der Riegelstangen oben und unten über ein eigens entwickeltes Getriebe ebenso in eine Horizontalbewegung zweier Edelstahl-Riegelstifte umgesetzt.

Die Edelstahl-Riegelstifte tauchen in Riegelhülsen, die sich auf dem außen laufenden Stulpflügel befinden und verriegeln diesen. Durch eine einzige Handhebeldrehung werden gleichzeitig beide Flügel verriegelt.

Die Stangenverriegelung ermöglicht die Verriegelung der Schiebeflügel in Sicherheitsklasse WK2!

5. Optionale Schiebeflügelverriegelung / Optionale Schiebeflügelausstattung

Der im oberen Rahmenprofil befindliche elektromechanische Verschluss basiert auf einem Gleichstrommotor der ein Riegelstangensystem linear verfährt und einen Schwenkriegel in die Schließleisten einfahren lässt. Damit lässt sich im oberen Flügelbereich eine Mehrpunktverriegelung realisieren und somit eine höhere Sicherheitsklasse. Die Bedienung erfolgt wahlweise über eine elektronische Steuerung per Raumtaster oder über eine Funkfernbedienung. Bei Stromausfall sorgt ein Notakku für eine kurzzeitige Bedienmöglichkeit. Für die Notentriegelung und Notverriegelung wird ein seitlicher manueller Zugriff ermöglicht.

Der sehr kompakte Linearantrieb befindet sich im oberen inneren Rahmenbereich in einem Aluminium-Gehäuse, das die gleiche Bauhöhe wie das Rahmenprofil aufweist und auf die gesamte Anlagenbreite montiert wird. Damit „verschmilzt“ das Gehäuse optisch mit dem Rahmenprofil. Über einen Mitnehmer wird der Schiebeflügel linear mit einer Geschwindigkeit von ca. 100 mm/s verfahren. Die Bedienung erfolgt wahlweise über eine elektronische Steuerung per Raumtaster oder über eine Funkfernbedienung. Für die Notentriegelung und Notverriegelung wird ein seitlicher manueller Zugriff ermöglicht.

6. Thermik und Verschattung

Als Ersatz für die klassischen Bürstendichtungen dienen Bürstendichtungen mit integrierter Dichtlippe. Dadurch wird die Luftdurchlässigkeit verringert ohne Verlust der Leichtgängigkeit der Schiebflügel. Für erhöhte Dichtigkeitsansprüche stehen hochmoderne Gleitdichtungen zur Verfügung.

Je nach gewählter Verglasung (Dreifachverglasung oder Heat-Mirror Ug = 0,7 W/(m2K) bis Doppelverglasung Ug = 1,1 W/(m2K)) und je nach Abmessung und Ausführung der Schiebeelemente werden Uw-Werte von 1,0 bis 1,6 W/m2K erreicht.

Zu einem wirkungsvollen „aktiven“ Lebensraum, in dem Wohnen zum Erlebnis wird, tragen wesentlich geeignete Verschattungssysteme bei. Optimaler Blendschutz wird durch elektronisch gesteuerte Markisen oder andere Beschattungsarten erreicht, die in unterschiedlichsten Farb-, Material- und Stoffvariationen angebracht werden können.

7. Baukörperanschluss

Zum Baukörperanschluss im unteren Bereich dienen massive PE-HD500 Blockelemente. Diese sind in Längs- und Querrichtung mit Drainage-Fräsungen versehen, die ein kontrolliertes Ablaufen von anfallenden Profilentwässerungsmengen zum Außenbereich hin garantieren. Zur Abdichtung zum Baukörper hin wird nach Beendigung der Element-Montage eine EPDM-Dichtbahn mit Aufnahmenut in ein Aluminium-Aufnahmeprofil gedrückt, am Baukörper verklebt und in Nut- und Stossbereichen dauerelastisch versiegelt. Die eingefrästen Drainagenuten werden an den Kopfenden durch passgenau gefräste PE-HD500 Kopfstücke wasserdicht abgeschlossen und dauerelastisch versiegelt.

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http://www.kellerag.com/

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